Wieso, weshalb, warum?

Achtung, viel zu lesen, aber ich bin Autorin, ich kann mich mit Worten kaum zurückhalten , haha.

Wieso diese Frisur? 

"Ach, und Sie schreiben dieses Sexgedöns?"

So möchte ich weder im Supermarkt, noch beim Elternabend vom Mathelehrer meiner Kinder begrüßt werden. Es wäre doch etwas unangenehm. Natürlich ist erotische Literatur mittlerweile fast salonfähig geworden und jeder weiß Bescheid. In Frauenmagazinen begegnen wir Tipps für ein aufregenderes Sexualleben, und der Handel mit erotischen Utensilien steigt. Aber ich bleibe doch lieber inkognito, auch wenn meine neuen Romane unter dem Genre <Liebesromane> laufen.

Wie kam ich zum Schreiben? 

Geschichten habe ich schon immer geschrieben. Als Neunjährige noch mit Zeichnungen versehen, mit fünfzehn dann schon etwas ausgefeilter. Die Briefe, die ich mit siebzehn in meinem USA-Jahr nach Hause schrieb, waren nicht nur lang, sondern für meine daheimgebliebene Familie so unterhaltsam, dass das eigentlich einem heutigen Blogg gleichkam.

Reden, lesen und schreiben, ja das waren schon immer meine Vorlieben (vergiss Mathe, Latein etc!)

Mit der Geburt meines ersten Sohnes vertiefte ich mich dann in neue Literatur: Bagger, Weltraum und Drachen waren die Themen. Doch als ich dann, mit mittlerweile zwei Kleinkindern und wieder neuem Babybauch, abends Gute-Nacht-Geschichten vorlesen sollte, also das ging einfach nicht!

Mir fielen vor Müdigkeit die Augen zu. Lieber kuschelte ich mich mit in die Betten, einer links, die andere rechts, schloss die Augen und erzählte selbst. Irgendetwas, ganz nach Laune und Aktualität. In unseren Geschichten trafen sich Merrjungfrauen-Geister mit sprechenden Gummibärchen, es regnete dumme Könige,  und wir schlüpften in die Blutbahn des Menschen. Diese Geschichten waren viel schöner. Jeden Abend nahm ich mir vor, sie irgendwann einmal aufzuschreiben, nur zum Spaß, einfach weil sie so irre komisch und manchmal auch sentimental und lehrreich waren. Aber ich war ja immer so müde.

Schade, dass meine Kinder langsam schon so groß sind, dass sie keine Geschichten mehr hören wollen.

Warum so? 

Plötzlich war er da, dieser grauenhafte Hype (haha, welch ein Wortspiel) um ein neues Buch, das soft-SM

in Kombination mit einer ganz märchenhaften Liebesgeschichte (er reich, sie jung und unerfahren) beschrieb. Gleich ein Bestseller, dazu der Film und viele Trittbrettfahrer,

die die gleiche Art auf den Buchmarkt warfen.

Das ärgerte mich wirklich! Ich wollte etwas anderes.

Bin ich nicht normal, weil ich das nicht mochte?

Es beschäftigte mich so sehr, dass ich zum Füller griff. Ich wollte ein Buch mit ganz normalen Protagonisten. Erotisch und sinnlich sollte es sein, aber nicht banal oder zu ungewöhnlich.

In meinen Geschichten findest Du ...

... keinen Sex mit Peitschen. Machtspiele oder die Frage nach Dominanz hat in meiner Welt nichts zu suchen. Wir leben Gottseidank in einer Welt der (fast) Gleichberechtigung, Juchu! (Im Vergleich zur Welt der Jane Austen) . In meinen Geschichten findet Ihr niemals SM , Unterwerfung, Sklaven oder Zwang etc. 


... Frauen mit Macken, natürlichschöne Körper, die entweder hier "zu viel" oder dort "zu wenig" haben.

In den meisten erotischen Büchern werden pERfeKTe Körper beschrieben. Das ist genau so utopisch,

wie der Millionär, der mich mit einem  Heli zum Date abholt.  ☞whothefuckismrgrey? ☜
Blödsinn! Das sind Märchen, aber keine schönen Bücher!
Ich mag Frauen, die leben. Mütter, die wieder Lust haben.

Frauen, die in eine Affäre rutschen. Menschen voller Zweifel aber mit Sehnsüchten und heissem Sex. 



... niemals wirkliche Ar.... l..c..er, denen eine Frau begehrlich hinterherhechelt. Ich habe nichts dagegen, wenn frau um ihre große Liebe kämpft oder mit irgendeinem Mann heissen Sex hat (super!),

nur etwas gegen diese badguys. 

In vielen Büchern sind diese "Bad guys" so heiß begehrt. Äh ... verstehe ich nicht. Gar nicht!

Keinen weiteren Kommentar dazu.

So. Fertig. 

 

Seid froh, eine Frau zu sein. 😘 
Spürt euren Körper und liebt ihn so, wie er ist. Deshalb auch dieses Bild dazu passend. 

denn 
wir leben nicht nur im Kopf 
und mit Herz, 
sondern auch mit, in und durch unsere Vulva . 
Power to the pussy  .. .

Was liebe ich noch? 

Meine Kinder und meinen Mann. Törtchen. Schokolade. 
Schöne Schuhe. Sahnetorten, alles mit Sahne.

Laue Sommerabende, Kuhglocken und Tulpen.

Opern, in denen mir eine Gänsehaut über die Arme läuft.

Meine Mama, meine Freunde und Freundinnen, meine Fans.

Den Duft von feuchtem Wald, das Knistern von Holz und Feuerwerk, Feuerwerk!

Nikolaus und Schulferien, guten Rotwein und warme Füße.

Die Farbe Blau und Wind in meinen Haaren.

Die Freiheit, die ich habe,

egal warum, zu weinen, laut zu lachen, und zu lieben, wen ich will.

Wer bekommt den Muffin? 

Hände hoch, wer den Film Notting Hill gesehen hat!

In einer Szene möchten sich Freunde am Tisch den letzten verbleibenden Muffin ergattern. Derjenige, der am ärmsten von allen dran ist, wird ihn sich verdienen. Julia Roberts erzählt als letzte ihr Schicksal als prominente Schauspielerin, und sie rührt sogar eine arbeitslose und nicht gerade sehr hübsche Freundin am Tisch mit ihrer Einsamkeit zu Tränen. 

 

Wir Indie-Autoren sind ja auch ganz arm dran! Oh ja! ;-) 

Wir verlegen selbst, haben keinen Verlag, der unsere Bücher auf den Markt katapultiert, wir können keine große Werbetrommel anwerfen, wir werden nirgendwo gelistet und haben keine Kontakte zur Presse. Ich bin "noch ärmer" dran, weil ich ja auch noch unter Pseudonym schreibe,

also eindeutig: der Muffin gehört mir.

Helft mir! Helft allen Indie-Autoren, die Ihr gut findet! Schreibt Rezensionen und empfehlt uns weiter.

© 2015 by Carla Grün

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